LightDraft 0.8.4-beta ist raus – und mit diesem Update zieht unsere Lichtplanungs-Software an einem Großteil der etablierten Desktop-Konkurrenz vorbei. Wer bisher auf klobige, schwerfällige Platzhirsche angewiesen war, hat jetzt eine schlanke Alternative, die Profi-Features direkt mitbringt.
LightDraft meistert endlich echte Gebäudekomplexität
Liegenschaften mit mehreren Baukörpern – denk an eine Lagerhalle mit 2,8 m Deckenhöhe neben einer Produktionshalle mit 8,5 m – waren bisher eine Herausforderung. In 0.8.4-beta werden solche Szenarien sauber getrennt: 2D-Grundriss, Schnitt und 3D-Ansicht stimmen durchgehend überein, und jeder Raum erbt zuverlässig die Höhe des Gebäudes, dem er tatsächlich zugeordnet wurde. Kein manuelles Nachkorrigieren mehr.
Dächer, Dachräume und optionale Zwischendecken
Sobald du ein Dach setzt, öffnen sich die obersten Raumdecken automatisch – die Lichtberechnung folgt dabei exakt den Dachschrägen. Wer einen abgehängten Bereich braucht, zieht per Werkzeug einfach eine Zwischendecke auf frei wählbarer Höhe ein, komplett mit eigenem Material, Lux-Auswertung und Lightmap. Dazu kommt Eckpunkt-Drag: Räume und Polygone lassen sich direkt an den Ecken greifen und verformen – ohne Umwege über Eigenschaften-Dialoge.
Multi-Bounce-Radiosity: LightDraft Lichtberechnung wird erwachsen
Das ist das Herzstück des Updates. Innenräume werden ab sofort immer mit vollständiger Multi-Bounce-Radiosity gerechnet – der alte vereinfachte Überschlag ist Geschichte. Das bedeutet: reflektierte Lichtanteile fließen automatisch in die Lux-Werte ein, Ergebnisse werden spürbar realistischer. Zusätzlich gibt es jetzt Außen-Mehrfachreflexionen: Boden, Fassaden und Überhänge tauschen Licht untereinander aus, was sich auch direkt in der Fassaden-Aufhellung der 3D-Ansicht niederschlägt.
3D-Optik: die Kleinigkeiten, die den Unterschied machen
Manchmal sind es die Bugs, die einen am meisten nerven. In 0.8.4-beta wurden einige davon beseitigt:
- Schwarzer Saum an schrägen Boden- und Deckenkanten ist behoben
- Innenwände schließen jetzt sauber bis zur tatsächlichen Raumhöhe – kein Spalt mehr sichtbar
- Giebelflächen erscheinen in derselben Optik wie die übrige Fassade
Das klingt nach Kleinkram, macht in der Gesamtdarstellung aber einen großen visuellen Sprung.
Normen-Update: DIN EN 1838:2025 bereits an Bord
Die Notbeleuchtungsberechnung arbeitet bereits nach der neuen DIN EN 1838, die im März 2025 veröffentlicht wurde und die Fassung von 2019 ablöst. Die geforderte Beleuchtungsstärke auf Rettungswegen gilt in der neuen Norm auf der gesamten Wegbreite – inklusive normgerechtem Randstreifen-Abzug – und nicht mehr nur entlang der Mittellinie. LightDraft setzt das direkt um, ohne dass du manuell nachhelfen musst.
Desktop, Benachrichtigungen & Stabilität
Das vollständig überarbeitete Desktop-Layout ist jetzt für maximierte Fenster optimiert und passt die Kachel-Spalten adaptiv an die Fenstergröße an. Neu ist außerdem ein Mitteilungen-Tab: Broadcast-Nachrichten erreichen Nutzer auf Android und Windows gleichzeitig. Ein lästiger Bug beim Löschen von Belegen ist ebenfalls gefixed – gelöschte Einträge kehren nicht mehr von alleine zurück.
| Bereich | Was ist neu |
|---|---|
| Gebäude | Mehrere Baukörper, korrekte Höhenvererbung |
| Dächer | Kathedraldecke, optionale Zwischendecke, Eckpunkt-Drag |
| Lichtberechnung | Vollständige Multi-Bounce-Radiosity überall, Außenreflexionen |
| 3D-Ansicht | Saum-Fix, Wandlücken-Fix, Giebel-Optik |
| Normen | DIN EN 1838:2025 (Notbeleuchtung, volle Wegbreite) |
| Desktop/App | Adaptives Layout, Mitteilungen-Tab, stabiles Löschen |
